Dienstag, 13. Oktober 2015

Familien brauchen Hebammen - "Motherhood" in Schwäbisch Hall



Familien brauchen Hebammen, Hebammen brauchen Unterstützung!

Auf Bundesebene bündelten sich InteressenvertreterInnen der Hebammen zunächst in der Facebookgruppe "Hebammenunterstützung". In der Folge ist nun der "Verein Mother Hood - Bundeselterninitiative zum Schutz von Mutter und Kind während Schwangerschaft, Geburt und 1. Lebensjahr" entstanden.

Die Gruppe hat sich entschieden weiter vor Ort aktiv zu sein. Sie will sich weiterhin für die Rechte von Frauen und werdende Familien einsetzen. Dazu zählen vor allem: das Recht auf freie Wahl des Geburtsortes, die außerklinische Geburtshilfe und eine flächendeckende Hebammenversorgung, sowie gute Rahmenbedingungen für die Arbeit der Hebammen.

Helft mit und zeigt eure Unterstützung!

Mehr Infos findet ihr auf der Seite:

https://www.facebook.com/motherhoodsha

Montag, 12. Oktober 2015

Fußweg übers Kindergartengelände Badtorweg?

Uns erreicht eine Nachricht über die örtliche Presse.Was tatsächlich sein wird, ob notwendig oder nicht, ob Alternativen diskutiert werden, möglich sind, ob es Gespräche gibt oder vielleicht alles im "grünen Bereich"?! wissen wir nicht. Sobald es mehr Infos gibt, werden wir hier auf der Seite informieren.
http://www.swp.de/schwaebisch_hall/lokales/schwaebisch_hall/art1188139,3470924

Kinder auf der Flucht

Wir erleben aktuell eine der schlimmsten Phasen von Konflikten seit Ende des Zweiten Weltkriegs. 2014 wuchsen nach Schätzung von UNICEF weltweit rund 230 Millionen Kinder in Kriegs- und Krisengebieten auf. Kriege und bewaffnete Konflikte haben dieses Jahr fast 60 Millionen Menschen dazu gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Mehr als die Hälfte dieser Flüchtlinge und im eigenen Land Vertriebenen sind jünger als 18 Jahre.

Sie leiden besonders unter den Kriegsfolgen, unter schlechter Versorgung und fehlenden Bildungschancen. Dazu kommen Fälle schwerer Gewalt gegen Mädchen und Jungen im Krieg. Sie werden als Kindersoldaten rekrutiert und zum Kämpfen und Töten gezwungen. Sie müssen häufig lange und schwer arbeiten, um ein bisschen Geld zum Überleben zu verdienen.
Besonders betroffen sind Menschen in Syrien, im Irak, im Südsudan und in der Zentralafrikanischen Republik. Gruppen wie IS in Syrien und Irak sowie Boko Haram in Nigeria missachten bewusst die Prinzipien des humanitären Völkerrechts.

Seelische Wunden
Die Erfahrungen und Erlebnisse, die Kinder im Krieg und auf der Flucht machen, hinterlassen in ihrer Seele tiefe Verletzungen. Angstzustände, Depressionen, Schlafstörungen sind die Folgen. Auch die Ungewissheit um die eigene Zukunft macht den jungen Flüchtlingen zu schaffen. Die Kinder leiden oft ein Leben lang unter den schlimmen Erlebnissen.
Immer wieder werden Kinder auf der Flucht von ihren Eltern und Angehörigen getrennt oder sie werden zu Waisen. Sie sind besonders verletzlich und schutzbedürftig. Auch in Deutschland kommen seit Jahren immer mehr minderjährige Flüchtlinge alleine an und sind auf besondere Hilfestellung angewiesen.

Ankommen im fremden Land
Kinder wollen spielen und lernen. Die meisten Flüchtlingskinder besuchen spätestens 3 Monate nach ihrer Ankunft eine Schule. Denn ein geregelter und abwechslungsreicher Tag gibt den Kindern ein wenig Struktur und Sicherheit zurück. Zudem ist eine gute Ausbildung der Schlüssel für eine hoffentlich bessere Zukunft. Außerdem können sie so andere Kinder kennenlernen, die Sprache lernen und sich besser in der neuen Umgebung zurechtfinden.

(Quelle: Unicef Report 2015)

Auch hier in Schwäbisch Hall suchen viele Kinder und Familien Zuflucht.
Wer sich engagieren möchte, helfen, spenden oder seine Solidarität bekunden findet weitere Infos, Adressen und Anregungen auf folgenden Seiten:


Montag, 15. Juni 2015

Bürgerforum lädt zum gemeinsamen Picknick auf dem Unterwöhrd




Das Bürgerforum schreibt:

"Liebe Leut´,
am Sonntag 21. Juni 2015 ab 15:00 Uhr wollen wir vom Bürgerforum den Sommeranfang mit einem Picknick „Bürgerschaft trifft Stadtplanung“ auf dem Unterwöhrd begehen. Es soll/kann Essen und Trinken mitgebracht werden.
Die Bürgerschaft, der Gemeinderat und auch die Stadtplaner sind dazu herzlich eingeladen. Schön wäre es, wenn man sich einen Tisch mit Tischdecke und Stuhl oder eine Picknickdecke bereit hält. Platz ist genug da und auch das Wetter sollte uns zum Sommerbeginn im „Grünen Wohnzimmer“ Halls eigentlich wohl gesonnen sein.
Nach unserem Mai-Picknick „Hände weg vom Unterwöhrd“ wollen wir dieses Mal mit Euch/Ihnen ins Gespräch kommen und Ideen zu neuer Brücke, Unterwöhrd und Globe-Neubau austauschen - ganz im Sinne eines nachhaltigen Planungskonzepts, das der Stadt und seiner Bürgerschaft zugute kommen soll.
Bitte gebt/geben Sie diese Einladung auch an Interessierte weiter, die wir nicht per Email erreichen können."

Also.. lasst uns picknicken!

Dienstag, 7. April 2015

Reaktionen aus dem Rathaus - aber keine Antworten

Aus dem Rathaus kam eine Reaktion zum Bericht über den Vortrag zum Workshop Unterwöhrd im GR. (the importance of being earnest - http://kleinstadtkinder.blogspot.de/2015/03/the-importance-of-being-earnest.html)
Ich möchte dies nutzen die Metapher zu erklären und mein Antwortschreiben als öffentlichen Brief veröffentlichen.

Lämmer, die zur Schlachtbank geführt werden sollen - dies ist ein sprichwörtliches Sinnbild biblischen Ursprungs, mit der Bedeutung sich ergeben dem Schicksal zu fügen, etwas geduldig, ohne Gegenwehr hinzunehmen.

"Liebe Frau Z.,
im Auftrag von Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim soll ich Ihnen eine Nachricht zukommen lassen:
Wir haben Ihr Facebook-Posting in der Gruppe „Kleinstadtkinder Schwäbisch Hall“ gelesen, in dem Sie den Vortrag des Spielplatzplaners Peter Apel im Gemeinderat kommentieren. Bei der darin gewählten Wortwahl („Doch hier in Hall sind Vorschläge des 'gemeinen' Bürgers nur das Brüllen der Schafe und Lämmer, die man zur Schlachtbank führt.“) fragt sich Herr Pelgrim, ob das jetzt das Niveau ist, wie man in Zukunft miteinander umgeht?
Viele Grüße und schöne Ostern Robert Gruner"


Wie schön von Ihnen zu Hören. Lieber wäre mir gewesen, Herr Pelgrim hätte sich selbst die Zeit genommen, bzw. hätte sich schon früher Zeit genommen und zwar nicht nur für eine rhetorische Gegenfrage, sondern für die Beantwortung so vieler offener Fragen. Fragen, die wir Bürger immer neu stellen. Auf Briefe und Nachfragen kommt keine Antwort. Der Elternbeirat der GS am Langen Graben beispielsweise wartet seit Monaten vergeblich auf eine Stellungnahme zur Baustelle und Planung der Weilerwiese. Doch statt Antworten entstehen wöchentlich neue Fragezeichen. Aus vergangenen Fehlplanungen, aus der öffentlichen Artikulation von Sorgen und Frustrationen möchte man nicht lernen. Warum beispielsweise präsentiert Herr Pelgrim einem ausgewählten Kreis Entwürfe eines „Neuen Theaters“, warum finden zum Haalplatz Planungen statt, ohne die versprochene Beteiligung der Bürgerschaft?

Aber ich schweife ab. Zurück zur eigentlichen „Frage“. Um einen Umgang miteinander pflegen zu können, muss dieser überhaupt erst möglich sein. Er beruht auf gegenseitiger Kommunikation, auf Artikulation und Zuhören. Als Bürger vorgeführt zu werden, mit heruntergeleierten abstrakten Phrasen abgespeist zu werden ist nicht die Art des Umgangs, der fruchtbare Kommunikation und Verständnis fördert.

Lieber Herr Gruner, viele Bürger fühlen sich nicht ausreichend informiert, häufig sogar belogen und getäuscht. Das Zurechtbiegen der Tatsachen mithilfe rhetorisch ausgefeilter Formulierungen, je nachdem wann, wo und mit wem Herr Pelgrim spricht, ist nicht vertrauensfördernd, sondern enttarnt manche Lüge und Vorspiegelung falscher Tatsachen.

Und hier unterstreiche ich gerne meine Formulierung, in der ich uns Haller Bürger mit Lämmern vergleiche, die zur Schlachtbank geführt werden sollen. Denn dies ist ein sprichwörtliches Sinnbild biblischen Ursprungs, mit der Bedeutung sich ergeben dem Schicksal zu fügen, etwas geduldig, ohne Gegenwehr hinzunehmen.

Ich bin keine Wutbürgerin und ich bin auch nicht allein mit meiner Meinung und meinen Einschätzungen. Doch ich bin es leid, dass Bürger – ob Einzelne oder in Form von Interessensgruppen oder Initiativen – auf herablassende Weise beschwichtigt, vertröstet, hingehalten, ignoriert werden. Ich möchte mich nicht „zur Schlachtbank führen lassen“, werde nicht geduldig ohne Gegenwehr hinnehmen, dass Einwände ignoriert und Tatsachen betoniert werden.
Herr Pelgrim macht sich selten die Mühe seine persönliche Antipathie, sein Desinteresse und seine Überdrüssigkeit zu verschleiern.
Ich bitte ihn persönlich auf die wirklichen Fragen zu antworten und nicht eine Metapher, die in ihrer Bedeutung den Tatsachen entspricht, als Stein des Anstoßes zu nutzen. Denn schon mehrmals wurden wir Bürger mit der Aufforderung konfrontiert uns doch endlich den Tatsachen zu fügen.

Glaubhaftigkeit und Akzeptanz werden durch Transparenz und Aufrichtigkeit erreicht. Mitdenkende Bürger brauchen keine grundsätzliche Zustimmung zu Bürgerbeteiligung, zur Schau gestellten Respekt vor Meinungen, der in der Presse oder in Werbeblättchen hochgehalten, aber in der Realität geschmäht und abgelehnt wird. Wir fordern Klarheit und Antworten, Respekt und Anteilnahme. Das Niveau auf dem wir uns befinden, gibt uns Herr Pelgrim vor, indem er uns bislang nicht ernst nimmt, diskreditiert, sich jedoch nicht wirklich auf Augenhöhe mit uns auseinandersetzen möchte. Wir suchen keine Konfrontation, sondern Lösungen.

Mit freundlichen Grüßen

Donnerstag, 26. März 2015

Ein Haufen Müll...

Juhu - Abi geschafft! Die Schüler jubeln. Wir können an ihrer Freude teilhaben, denn sie feiern mittendrin – in „ihrer“ Stadt. Sie liegen sich in den Armen, lachen, singen und ja, sie sind auch laut und trinken Alkohol.
Nicht alle wollen das sehen. Viele untadelige Bürger sehen nur den Müllberg am Ende vom Tage. Wieder ein Thema über das man sich ordentlich aufregen kann. Wieder eine Randgruppe, der man Klischeeverhalten nachweisen kann. Mit Scheuklappen sieht man tatsächlich das Bild der lauten, störenden Jugendlichen ohne soziales oder ökologisches Gewissen. 100 Flaschen und 200 Kilo Müll dienen dazu die Jugendlichen zu Asozialen abzustempeln. Die Stadt ist es nicht gewohnt eine große Menge an Jugendlichen außerhalb der ihnen zugewiesenen Plätze und Einrichtungen zu erleben. Außer den Schulen gibt es nämlich schlichtweg keine öffentlichen Orte, an denen sie sich als Gruppe ganz „sinnlos“ treffen dürfen. Orte, an denen sie auch lernen ohne Erwachsene (selbst)verantwortlich zu agieren.
Soweit will man oft nicht denken. Doch genau darum geht es; darum den Jugendlichen ihre Leben, ihre Rituale zuzugestehen. Groß angelegte und beworbene Feste gibt es hier zuhauf. Sie erfüllen selten die Bedürfnisse der Kids. Weihnachtsmarkt, Sommernachtsfest, Pfingstfest – Wer räumt danach den Dreck weg? Keine Sorge – in wenigen Jahren werden viele der jugendlichen „Krawallmacher“ ins gleiche Horn blasen…
Noch genießen sie ihre „Freiheit“. Ich gratuliere den Abiturienten. Zum Schulabschluss und zu einer friedlichen Feier, ganz ohne die Notwendigkeit von Verkaufsständen, Dixiklos und Platzordnern.
Wie schön war diese Zeit der Jugend, als man auf das System der verbohrten, regelkonformen Erwachsenen einen großen Haufen gemacht hat. Aber wahrscheinlich ist das jährliche Treffen am Unterwöhrd nur das wonach es aussieht – eine ausgelassene Feier, bei der man einfach mal den Kopf, nach monatelanger Denk- und Lernarbeit, ausschalten kann.


Pressemeldung im HT:

https://www.swp.de/schwaebisch_hall/lokales/schwaebisch_hall/art1188139,3129645

Montag, 23. März 2015

Dranbleiben! oder: ...nach dem Workshop ist vor dem Workshop...

Wir sind gespannt auf die Taten der Verwaltung und die oftmals uninformierte und unkritische Teilnahmslosigkeit des Rates in den Belangen der Kinder, Jugendlichen und Familien. Und da reicht es nicht, einfach nur bei der Präsentation des Fachplaners Apel zahlreich anwesend zu sein.
Vielmehr braucht es eine kritische Begleitung der weiteren planerischen Umsetzung und der Auftrag an die Verwaltung, sich in Sachen Zusammenarbeit mit unserer Initiative endlich wieder konkret auseinanderzusetzen. Der Spielplatz Unterwöhrd I für die Kleinen entstand aus der Zusammenarbeit von Verwaltung, Fachplanung und unserer Initiative. Die Bewertung des Ergebnisses überlassen wir dem Lesenden - wir erinnern allerdings daran, dass der Ort ohne unser Mitdenken ganz anders aussehen würde ...

The Importance of Being Earnest

Die Beteiligung von Kindern im Rahmen eines Workshops zur Planung ihres Spielraums war notwendig, zeitgemäß und angebracht. Außerdem war dieser gut durchgeführt und obendrein noch kostenlos.

Die Kinder waren glücklich und enthusiastisch, fühlten sich ernst genommen. Auch die daran anschließende Präsentation der Auswertungen und Ergebnisse im Gemeinderat war ansprechend und zeugte von Verständnis für die Bedürfnisse der Kinder. Zu Recht wurde die besondere Schönheit der natürlichen Gegebenheiten des Standortes - angrenzender Naturraum, Wasser, Kletterbaum - als außergewöhnliches Merkmal gelobt und betont. „Was man hier vorfindet, ist fast schon ein Paradies.“ kommentierte der Fachmann des verantwortlichen Planungsbüros.

Da lehnte sich das Haller Stadtoberhaupt zufrieden grinsend zurück, als hätte er dieses alleinig erschaffen. Dass er sich ein „Das sehen nicht alle so.“ nicht verkneifen konnte, zeigte einmal wieder wie wenig er zuhört und versteht, was engagierte Bürger(Initiativen) in den vergangen Jahren mehrfach artikulierten.
Was will er damit sagen? Dass die Menschen nicht zu schätzen wissen, was schon vorhanden ist? Dass es keine Notwendigkeit gibt Spielräume in der Stadt zu gestalten, qualitativ und quantitativ an Zeit und Bevölkerungswachstum anzupassen? Dass in Bezug auf Kinderbedürfnisse eigentlich alles so bleiben sollte wie es ist?

Die Ergebnisse der Studien und Facheinschätzungen bestätigen die Argumente und Reden dessen, was viele Bürgerstimmen in den letzten Jahren versuchten „an den Mann“ - in dem Fall OB, Gemeinderat, Verwaltung - zu bringen. Doch hier in Hall sind Vorschläge des „gemeinen“ Bürgers nur das Brüllen der Schafe und Lämmer, die man zur Schlachtbank führt. Sobald Presse anwesend ist, oder Teilhabe auf manch Weise Aufmerksamkeit erregt, werden die Hörner beschwichtigend getätschelt. Ansonsten sollen sie doch blöken und brüllen in ihren Ställen. Zugehört, reagiert wird nicht.

Kindern kann man noch vorgaukeln, dass sie ernst genommen werden. Die Großen treten auch gerne mal mit den Hufen dorthin wo es weh tut.

Montag, 16. März 2015

Termin vormerken! Info zum Spielplatz Unterwöhrd

Vor der nächsten Sitzung des Gemeinderats am Mittwoch, 18.03.2015, 18.00 Uhr im Sitzungssaal der Blendstatthalle findet um 17.30 Uhr - ebenfalls in der Blendstatthalle - für alle Interessierten ein Informationsangebot über das Spielplatzprojekt Unterwöhrd statt!

http://ratsinfo.schwaebischhall.de/index.php/6902241/meetingannouncement/7340340/agendaitem

Sonntag, 8. Februar 2015

Kinder planen mit

Info zum Workshop mit Kindern

Am vergangenen Freitag fand im Seniorenwohnstift am Lindach, direkt am Unterwöhrd, der Workshop zum Spielplatz Teil 2 (Kinder von 6-13) statt.
Im Anschluss an die zuvor durchgeführte Studie des Deutschen Kinderhilfswerks und des Freiburger Instituts für angewandte Sozialwissenschaften e.V. wurde der Stadt Hall ein Workshop unter Regie des Stadtplanungsbüros "Stadtkinder" (Dortmund) finanziert. Teilnehmen konnte die Klasse 3 der Grundschule am Langen Graben, sowie mehrere SchülerInnen der weiterführenden Schulen (Klasse 5) und der Sonnenhofschule.
In der abschließenden öffentlichen Präsentation zeigten die Kinder ihre selbstentworfenen und gebauten Modelle, sprachen über ihre Ideen und Vorstellungen. Herr Blinzinger von Jugend, Schule und Soziales, sowie Herr Klink von Planen und Bauen erläuterten, dass dies der erste Schritt innerhalb der Planung sei, in der die Kinder aktiv miteinbezogen werden. Nachdem die Ergebnisse vom Planungsbüro "Stadtkinder" ausgewertet sind, was sicher einige Wochen in Anspruch nehmen wird, wird das Büro Gundelfinger/Traub die Ideen in Pläne umsetzen, die dann wiederum mit den Kindern besprochen werden sollen. Denkbar ist laut den Verantwortlichen auch eine handwerkliche Beteiligung der Kinder.
Die Modelle werden im Fachbereich Bauen und Planen (Gymnasiumstraße) ausgestellt und können besichtigt werden.
Wir denken, dass dies ein Schritt in die richtige Richtung ist und wünschen dem Projekt viel Erfolg!

Dienstag, 27. Januar 2015

Unterwöhrd - Workshop für Kinder?

Leider haben wir immer noch keine Antworten auf unsere diversen schriftlichen Nachfragen und Anregungen zum Thema erhalten. Auch fand kein weiteres der geplanten Treffen mit der Stadtverwaltung statt.

Doch aus der Zeitung erfahren wir, dass sich nun etwas regt. Wir hoffen, dass bald mehr Infos zur Verfügung stehen! Die kleine Notiz im HT, dass die Stadtverwaltung Kinder aus der Innenstadt zu einem Workshop am 6.2. zum Thema Spielplatzgestaltung einladen will, klingt auf jeden Fall schon mal vielversprechend...

Hier nachzulesen:

Info im HT 23.01.15

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Platz da!

"Platz da! Kinder machen Stadt"

In Berlin gibt es ein tolles Projekt für und mit Kindern, das Mitmachausstellung, Projekte, Workshops etc. umfasst.
Das fasziniert und inspiriert auch die Kleinstadtkinder in Hall :-)

"Kinder und die Stadt Berlin haben vieles gemeinsam: Sie wachsen und wachsen, sie sind neugierig, eigensinnig und kreativ – und ihr Leben ist eine höchst aktive Baustelle. Beste Voraussetzungen also, um genauer darüber nachzudenken: Wie sehen Kinder ihre Stadt, wie wollen sie dort leben – und wie können sie ihr Zuhause mitgestalten? Platz da! Kinder machen Stadt lädt Mädchen und Jungen ein in einen urbanen Mikrokosmos. Hier finden sie viele Inspirationsquellen, die sie dazu ermutigen sollen, die Stadt einmal so zu träumen, zu planen und zu bauen, wie sie ihnen gefällt."

http://www.labyrinth-kindermuseum.de/de/content/platzda


und

http://stadtrebellen.berlin/

Freies Spiel in der Stadt? Soziale Segregation?

Wir wurden vom HT um eine Antwort auf die folgenden Fragen gebeten: "Wie sehen Sie denn die Situation – gibt es in der Innenstadt für Fünf- bis Neunjährige genug und guten Platz zum Spielen, oder ist die Situation aus Ihrer Sicht nicht zufriedenstellend? Können Sie auch konkrete Beispiele nennen, wo vor allem es in der Innenstadt Verbesserungsbedarf gibt? Und wo, wenn es Sie gibt, sehen Sie gute Plätze zum freien und unbeaufsichtigten Spielen?"
Diese Fragen schreien nach einer Grundsatzdiskussion um Wahrnehmung von Rechten und Bedürfnissen und gesellschaftliche Teilhabe der jungen Generation...

Beängstigend und alarmierend finde ich in diesem Artikel einige Feststellungen und Aussagen von Frau Kern, die soziale Segregation "ins Spiel" bringen.
Und das bringt mich zu der Frage: Unterliegt der Spielraum und Spielwert von Kindern einer sozialen Hierarchie? Kinder aus sozial schwächeren Schichten sind sich auf der Straße selbst überlassen und Privilegierte haben ihren Spielpark im hauseigenen Garten? Gibt es demnach für Eigenheimbesitzer und Familien, die ihre Kinder dort oder in institutionellen Angeboten behütet wissen, keinen Bedarf für informelle freie Spielräume; Begegnungsorte, Treffpunkte, an denen Kinder aller "Schichten" sein dürfen und wollen?
Wir brauchen attraktive Orte, an denen Kinder Kinder sein können, egal welchen sozialen Hintergrund sie haben, wo besorgte Eltern nicht wie Hubschrauber über ihnen kreisen wollen - keine Kinderghettos, als Auffangbecken für all die, die kein Trampolin im eigenen Garten haben...

http://www.swp.de/schwaebisch_hall/lokales/schwaebisch_hall/art1188139,2933396

Mittwoch, 26. November 2014

Kinderspielraumstudie - Und jetzt???

Studie beauftragt, durchgeführt, ausgewertet, vorgestellt... und jetzt?!?!

Zur Info: Schwäbisch Hall war eine der Städte, die sich im vergangenen Jahr an einer vom Deutschen Kinderhilfswerk in Auftrag gegebenen, und von zwei Forschungsinstituten in Freiburg (Institut für angewandte Sozialwissenschaft) und Ludwigsburg (Evangelischen Hochschule) durchgeführten Studie mit der Überschrift "Raum für Kinderspiel!" beteiligten. Diese konzentrierte sich auf die Frage, wie sich die Beschaffenheit des Wohnumfeldes auf den Ablauf des Kinderalltags und auf die Lebensqualität von Kindern auswirkt.

"Eine kin­der­freund­li­che Stadt­pla­nung und die Mög­lich­kei­ten zum selbst­be­stimm­ten Spie­len wir­ken sich maß­geb­lich auf die Le­bens­qua­li­tät und Ent­wick­lungs­chan­cen von Kin­dern aus. Das stellt die Kin­der­stu­die „Raum für Kin­der­spiel!“ fest, die das Deut­sche Kin­der­hilfs­werk ge­mein­sam mit fünf ba­den-würt­tem­ber­gi­schen Städten durch­ge­führt hat." (zitiert nach: DKHW)

Jüngst wurden die Ergebnisse der Studie vorgestellt, in einer Fachtagung diskutiert.

Welche Konsequenzen ziehen die Ergebnisse nach sich? Oder kann man sich das Ganze schönreden; ausreden, fortreden... ?! Und auf die Zukunft der Kinder bauen, zum Beispiel Parkhäuser, Einkaufszentren, Ärztehäuser... 

Den "Kampf" um die Flächenkonkurrenz haben die Kinder hier längst verloren.. Werden sie auch ihre Kindheit verloren haben, wenn sie eines Tages diejenigen sind, die in den Gremien über den Wert von Spielraum und Kinderinteressen abstimmen?



Was das HT schreibt liest du hier: http://www.swp.de/schwaebisch_hall/lokales/schwaebisch_hall/art1188139,2910283

Donnerstag, 20. November 2014

Kinder und Medien

Kinder und Jugendliche wachsen heute ganz selbstverständlich mit Medien, modernen Kommunikationsmitteln wie Handy, Internet etc. auf. "Sie gehen nicht mehr online, sie sind online" wie in einer Sendung des Deutschlandfunks treffend artikuliert wird. Es ist Teil ihrer Realität, doch wie sieht der richtige Umgang mit dieser neuen Realität aus? Wie finden sie Orientierung, wie lernen sie die Vorteile zu nutzen, wie können sie sich vor den Gefahren schützen? Darauf gibt es keine allgemein gültigen und zufriedenstellenden Antworten; Sicher ist dennoch - Bildung hilft; Gespräche fördern gegenseitiges Verständnis und die Vermittlung von Werten, wie Achtung und Respekt, fördern die Empathie und den Selbstschutz der Kinder, helfen ihnen entscheiden zu können was "richtig oder falsch", "gut oder schlecht" ist...
Einen interessanten Beitrag hierzu gibt es hier zu hören:
Deutschlandradio "Make it safe"

Montag, 17. November 2014

Verständnis... "until you give a f* about me and my generation"

Bildquelle: Bundeszentrale für politische Bildung

Nicht immer können die „Älteren“ die „Jüngeren“ verstehen, und das im wahrsten Sinne der generationeneigenen Sprachgewohnheiten; über ein vor wenigen Jahrzehnten anstößiges „cool“ oder „geil“ schmunzeln heute schon Grundschüler; wer etwas „dufte“ findet, kann sich eigentlich gleich begraben.
Doch müssen wir nicht die Sprache unserer Kinder, ihren Slang verstehen, um ihre Bedürfnisse zu verstehen – nach Eigenständigkeit, Eigenheit, Freiraum und danach geliebt, geachtet und gefördert zu werden, ohne den Zwang sich an unsere Maßstäbe anzupassen. Unsere Kinder, die nächsten Generationen, brauchen Halt, Unterstützung, Akzeptanz und Toleranz, die ihnen Orientierung und Bestätigung gibt eigene Wege zu finden. Wir können ihnen Werte vermitteln, indem wir ihnen Werte vorleben, indem wir „Tugenden“ erhalten – ehrlich, aufmerksam sind, indem wir lieben, kommunizieren, zuhören, unterstützen, beraten, loben, kritisieren, streiten – all das mit Respekt füreinander, mit offenen Ohren und Herzen. Und es hilft uns, wenn wir uns stets daran erinnern, wie wir selbst - als Kinder - die Welt für uns erobern wollten, und uns wünschten, dass uns die „Älteren“ Vertrauen und Sympathie entgegenbringen, und Raum lassen für eigene Ideen und Wege.

Dazu heute ein musikalischer Link - auch schon etwas älter, aber damals wie heute schreit die junge Generation, die sich ungehört fühlt, laut:
"

Generation x
Generation strange
Sun dont even shine
Through a window pane
So go ahead and talk shit
Talk shit about me
And go ahead and talk shit
About my g-g-generation
We dont, dont give a fuck and,
We wont ever give a fuck un-
Till you, you give a fuck about me and my generation."



Haller Kinderkulturerbe

Ich darf erleben, wie heute „die nächste“ Generation Kinder im Heimbacher Hof feiert.
Zeit um das empfundene Glück zu teilen und Danke zu sagen. Danke an all die wundervollen Menschen, die dem Heimbacher Hof seit vielen Jahren ihr Herzblut schenken; die dort arbeiten und für die Kinder da sind; sie betreuen, unterstützen, Ideen haben, diese umsetzen, Räume erschaffen und mit Liebe und Geduld pflegen. Viele kenne ich seit meiner Kindheit, sie haben mich beim „Großwerden“ begleitet; sie haben vieles ermöglicht - Exzess, Jazzcafe, "Dead End", Teestube, Mädchengruppe, Freizeiten, Konzerte, Partys, Proberäume, erste eigene Konzerte, Festivals...
Ich bin so glücklich, dass es das alte Gehöft noch gibt; dort Kinder Freiräume nutzen können, die für sie unendliche viele großartige Attraktionen bereithalten. Aktionen, Werkstatt, Cafe, Disko, Freiflächen, Fahrzeuge, Natur, Abenteuerspielplatz... und so vieles mehr.

Die Haller Jugendpolitik ist unterirdisch, aber das liegt sicher nicht an den Menschen, die Kinder und Jugendliche, beispielsweise im Heimbacher Hof, mit offenen Armen empfangen und alles dafür tun, dass diese die Auswirkungen der traurigen "Politik" nicht zu spüren bekommen***


Sonntag, 16. November 2014

"Die aufstrebendste Kulturstadt für die Region der Weltmarktführer"

Quelle: Haller Tagblatt / Stadtverwaltung Schwäbisch Hall; Brand Trust
Punkt 2 der Gemeinderatssitzung am 12.11.2014. Das einzige „aufstrebendste“ an diesem Abend sind wohl meine Nackenhaare. Ich möchte gerne glauben, dass dieser Vortrag einer sogenannten Markenberatungsfirma ein verspäteter Eröffnungsklamauk der bevorstehenden Karnevalssession ist, doch zu ernst und entschlossen blicken die Gesichter drein, die dieses Spektakel gewichtig kommentieren und ob seiner Notwendigkeit adeln.  Ratlos blicke ich (nicht allein) auf die traute Runde der Gemeinderäte, frage mich, in welch stümperhafte Komödie ich mich verirrt habe, bis wenigstens aus der grünen Fraktion artikuliert wird, dass dieser Dilettantismus nur eine hohle Blase ist, die weder Skelett, noch Organe hat.

Schlecht verfasst stammeln hier sogenannte Experten Seite um Seite voller bekannter Tatsachen zu einer teuer bezahlten Markenstrategie, die eine Stadt gleichsetzt mit einem Produkt; genannt wird als Pendent BMW, und natürlich die Bauparkasse.
Ständen dort als Überschrift schlagkräftige Worte, rhetorisch gut gewählt und bestechend formuliert, die das  Anliegen die Stadt in ihrer Attraktivität zu bewerben fördern, wenigstens unter Berücksichtigung der mindesten Grundlagen der Eloquenz und Linguistik auf den Punkt bringen, gäbe es zumindest einen bescheidenen Ansatz dem Ganzen einen Sinn abzuringen. Es wäre ein Hungernder, dem man gewillt wäre Futter zu geben, weil er so ärmlich daher kommt.

Nicht nur die ausgesprochen schlechte Formulierung und Präsentation, sondern auch die mangelnde Kenntnis und fehlende Akzentuierung wirklich zukunftsweisender Aspekte, die zu einseitige Betonung auf „Wachstum“, „Führer“, „Erfolg“, „Begehrlichkeit“ und „Spitzenleistung“  erfüllt uns als Bürger nicht mit Stolz, sondern gibt einen ganz schlechten Geschmack auf das, was wir hier schlucken sollen.

Ganz ehrlich… auch wenn die Häppchen noch so „begehrlich positioniert“ sind - ich möchte „kotzen“, wenn ich sehe und höre, was und dass die Stadt Lebensqualität und Attraktivität mithilfe schmieriger Markenstrategen verkaufen will. 

Wie lange ist das Leben in einer Stadt attraktiv, wenn sie sich schön klingende Slogans auf die Fahnen schreibt, die keine Substanz haben? Was reaktionäre Stadtentwicklung angeht ist die Stadt mit ihrer Markenstrategie auf jeden Fall ganz „vorne“.