Dienstag, 27. Januar 2015

Unterwöhrd - Workshop für Kinder?

Leider haben wir immer noch keine Antworten auf unsere diversen schriftlichen Nachfragen und Anregungen zum Thema erhalten. Auch fand kein weiteres der geplanten Treffen mit der Stadtverwaltung statt.

Doch aus der Zeitung erfahren wir, dass sich nun etwas regt. Wir hoffen, dass bald mehr Infos zur Verfügung stehen! Die kleine Notiz im HT, dass die Stadtverwaltung Kinder aus der Innenstadt zu einem Workshop am 6.2. zum Thema Spielplatzgestaltung einladen will, klingt auf jeden Fall schon mal vielversprechend...

Hier nachzulesen:

Info im HT 23.01.15

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Platz da!

"Platz da! Kinder machen Stadt"

In Berlin gibt es ein tolles Projekt für und mit Kindern, das Mitmachausstellung, Projekte, Workshops etc. umfasst.
Das fasziniert und inspiriert auch die Kleinstadtkinder in Hall :-)

"Kinder und die Stadt Berlin haben vieles gemeinsam: Sie wachsen und wachsen, sie sind neugierig, eigensinnig und kreativ – und ihr Leben ist eine höchst aktive Baustelle. Beste Voraussetzungen also, um genauer darüber nachzudenken: Wie sehen Kinder ihre Stadt, wie wollen sie dort leben – und wie können sie ihr Zuhause mitgestalten? Platz da! Kinder machen Stadt lädt Mädchen und Jungen ein in einen urbanen Mikrokosmos. Hier finden sie viele Inspirationsquellen, die sie dazu ermutigen sollen, die Stadt einmal so zu träumen, zu planen und zu bauen, wie sie ihnen gefällt."

http://www.labyrinth-kindermuseum.de/de/content/platzda


und

http://stadtrebellen.berlin/

Freies Spiel in der Stadt? Soziale Segregation?

Wir wurden vom HT um eine Antwort auf die folgenden Fragen gebeten: "Wie sehen Sie denn die Situation – gibt es in der Innenstadt für Fünf- bis Neunjährige genug und guten Platz zum Spielen, oder ist die Situation aus Ihrer Sicht nicht zufriedenstellend? Können Sie auch konkrete Beispiele nennen, wo vor allem es in der Innenstadt Verbesserungsbedarf gibt? Und wo, wenn es Sie gibt, sehen Sie gute Plätze zum freien und unbeaufsichtigten Spielen?"
Diese Fragen schreien nach einer Grundsatzdiskussion um Wahrnehmung von Rechten und Bedürfnissen und gesellschaftliche Teilhabe der jungen Generation...

Beängstigend und alarmierend finde ich in diesem Artikel einige Feststellungen und Aussagen von Frau Kern, die soziale Segregation "ins Spiel" bringen.
Und das bringt mich zu der Frage: Unterliegt der Spielraum und Spielwert von Kindern einer sozialen Hierarchie? Kinder aus sozial schwächeren Schichten sind sich auf der Straße selbst überlassen und Privilegierte haben ihren Spielpark im hauseigenen Garten? Gibt es demnach für Eigenheimbesitzer und Familien, die ihre Kinder dort oder in institutionellen Angeboten behütet wissen, keinen Bedarf für informelle freie Spielräume; Begegnungsorte, Treffpunkte, an denen Kinder aller "Schichten" sein dürfen und wollen?
Wir brauchen attraktive Orte, an denen Kinder Kinder sein können, egal welchen sozialen Hintergrund sie haben, wo besorgte Eltern nicht wie Hubschrauber über ihnen kreisen wollen - keine Kinderghettos, als Auffangbecken für all die, die kein Trampolin im eigenen Garten haben...

http://www.swp.de/schwaebisch_hall/lokales/schwaebisch_hall/art1188139,2933396

Mittwoch, 26. November 2014

Kinderspielraumstudie - Und jetzt???

Studie beauftragt, durchgeführt, ausgewertet, vorgestellt... und jetzt?!?!

Zur Info: Schwäbisch Hall war eine der Städte, die sich im vergangenen Jahr an einer vom Deutschen Kinderhilfswerk in Auftrag gegebenen, und von zwei Forschungsinstituten in Freiburg (Institut für angewandte Sozialwissenschaft) und Ludwigsburg (Evangelischen Hochschule) durchgeführten Studie mit der Überschrift "Raum für Kinderspiel!" beteiligten. Diese konzentrierte sich auf die Frage, wie sich die Beschaffenheit des Wohnumfeldes auf den Ablauf des Kinderalltags und auf die Lebensqualität von Kindern auswirkt.

"Eine kin­der­freund­li­che Stadt­pla­nung und die Mög­lich­kei­ten zum selbst­be­stimm­ten Spie­len wir­ken sich maß­geb­lich auf die Le­bens­qua­li­tät und Ent­wick­lungs­chan­cen von Kin­dern aus. Das stellt die Kin­der­stu­die „Raum für Kin­der­spiel!“ fest, die das Deut­sche Kin­der­hilfs­werk ge­mein­sam mit fünf ba­den-würt­tem­ber­gi­schen Städten durch­ge­führt hat." (zitiert nach: DKHW)

Jüngst wurden die Ergebnisse der Studie vorgestellt, in einer Fachtagung diskutiert.

Welche Konsequenzen ziehen die Ergebnisse nach sich? Oder kann man sich das Ganze schönreden; ausreden, fortreden... ?! Und auf die Zukunft der Kinder bauen, zum Beispiel Parkhäuser, Einkaufszentren, Ärztehäuser... 

Den "Kampf" um die Flächenkonkurrenz haben die Kinder hier längst verloren.. Werden sie auch ihre Kindheit verloren haben, wenn sie eines Tages diejenigen sind, die in den Gremien über den Wert von Spielraum und Kinderinteressen abstimmen?



Was das HT schreibt liest du hier: http://www.swp.de/schwaebisch_hall/lokales/schwaebisch_hall/art1188139,2910283

Donnerstag, 20. November 2014

Kinder und Medien

Kinder und Jugendliche wachsen heute ganz selbstverständlich mit Medien, modernen Kommunikationsmitteln wie Handy, Internet etc. auf. "Sie gehen nicht mehr online, sie sind online" wie in einer Sendung des Deutschlandfunks treffend artikuliert wird. Es ist Teil ihrer Realität, doch wie sieht der richtige Umgang mit dieser neuen Realität aus? Wie finden sie Orientierung, wie lernen sie die Vorteile zu nutzen, wie können sie sich vor den Gefahren schützen? Darauf gibt es keine allgemein gültigen und zufriedenstellenden Antworten; Sicher ist dennoch - Bildung hilft; Gespräche fördern gegenseitiges Verständnis und die Vermittlung von Werten, wie Achtung und Respekt, fördern die Empathie und den Selbstschutz der Kinder, helfen ihnen entscheiden zu können was "richtig oder falsch", "gut oder schlecht" ist...
Einen interessanten Beitrag hierzu gibt es hier zu hören:
Deutschlandradio "Make it safe"

Montag, 17. November 2014

Verständnis... "until you give a f* about me and my generation"

Bildquelle: Bundeszentrale für politische Bildung

Nicht immer können die „Älteren“ die „Jüngeren“ verstehen, und das im wahrsten Sinne der generationeneigenen Sprachgewohnheiten; über ein vor wenigen Jahrzehnten anstößiges „cool“ oder „geil“ schmunzeln heute schon Grundschüler; wer etwas „dufte“ findet, kann sich eigentlich gleich begraben.
Doch müssen wir nicht die Sprache unserer Kinder, ihren Slang verstehen, um ihre Bedürfnisse zu verstehen – nach Eigenständigkeit, Eigenheit, Freiraum und danach geliebt, geachtet und gefördert zu werden, ohne den Zwang sich an unsere Maßstäbe anzupassen. Unsere Kinder, die nächsten Generationen, brauchen Halt, Unterstützung, Akzeptanz und Toleranz, die ihnen Orientierung und Bestätigung gibt eigene Wege zu finden. Wir können ihnen Werte vermitteln, indem wir ihnen Werte vorleben, indem wir „Tugenden“ erhalten – ehrlich, aufmerksam sind, indem wir lieben, kommunizieren, zuhören, unterstützen, beraten, loben, kritisieren, streiten – all das mit Respekt füreinander, mit offenen Ohren und Herzen. Und es hilft uns, wenn wir uns stets daran erinnern, wie wir selbst - als Kinder - die Welt für uns erobern wollten, und uns wünschten, dass uns die „Älteren“ Vertrauen und Sympathie entgegenbringen, und Raum lassen für eigene Ideen und Wege.

Dazu heute ein musikalischer Link - auch schon etwas älter, aber damals wie heute schreit die junge Generation, die sich ungehört fühlt, laut:
"

Generation x
Generation strange
Sun dont even shine
Through a window pane
So go ahead and talk shit
Talk shit about me
And go ahead and talk shit
About my g-g-generation
We dont, dont give a fuck and,
We wont ever give a fuck un-
Till you, you give a fuck about me and my generation."



Haller Kinderkulturerbe

Ich darf erleben, wie heute „die nächste“ Generation Kinder im Heimbacher Hof feiert.
Zeit um das empfundene Glück zu teilen und Danke zu sagen. Danke an all die wundervollen Menschen, die dem Heimbacher Hof seit vielen Jahren ihr Herzblut schenken; die dort arbeiten und für die Kinder da sind; sie betreuen, unterstützen, Ideen haben, diese umsetzen, Räume erschaffen und mit Liebe und Geduld pflegen. Viele kenne ich seit meiner Kindheit, sie haben mich beim „Großwerden“ begleitet; sie haben vieles ermöglicht - Exzess, Jazzcafe, "Dead End", Teestube, Mädchengruppe, Freizeiten, Konzerte, Partys, Proberäume, erste eigene Konzerte, Festivals...
Ich bin so glücklich, dass es das alte Gehöft noch gibt; dort Kinder Freiräume nutzen können, die für sie unendliche viele großartige Attraktionen bereithalten. Aktionen, Werkstatt, Cafe, Disko, Freiflächen, Fahrzeuge, Natur, Abenteuerspielplatz... und so vieles mehr.

Die Haller Jugendpolitik ist unterirdisch, aber das liegt sicher nicht an den Menschen, die Kinder und Jugendliche, beispielsweise im Heimbacher Hof, mit offenen Armen empfangen und alles dafür tun, dass diese die Auswirkungen der traurigen "Politik" nicht zu spüren bekommen***